MONGOLIAN ART COLLECTIONS

Mongolische Ethnographica des österreichischen Sammlers Hans Leder in europäischen Museen

Eine der umfassendsten Sammlungen mongolischer Ethnographica in Europa geht auf den österreichischen Forschungsreisenden Hans Leder (1843-1921) zurück. Das Besondere dieser Sammlung liegt in der Momentaufnahme religiöser Alltagskultur in der nördlichen Mongolei um 1900. Dieser Teil der mongolischen Kultur wurde zunehmend unterdrückt und in den späten 1930er Jahren zu einem großen Teil zerstört. Die in den europäischen Museen aufbewahrten Sammlungsteile sind erfasst, analysiert und erstmals zu einer Gesamtschau verbunden. Die Demokratisierung ab 1990 brachte freie Religionsausübung mit sich und der Buddhismus in seiner mongolischen Form gewann wieder an Bedeutung.
In Feldforschungen werden die vom Sammler beschriebene Orte und Klöster ihrem gegenwärtigen Zustand gegenüber gestellt und entlang der historischen Reiseroute audio-visuelle Dokumentationen und Interviews zu der Geschichte sakraler Objekte und Orte aufgenommen.

Ein Projekt im Rahmen von forMuse - Forschung an Museen/Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (bmwf)
www.formuse.at

Dr. Maria-Katharina Lang (Projektleitung)
Institut für Sozialanthropologie (ISA), Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Kooperation mit dem Weltmuseum Wien (WMW/vormals Museum für Völkerkunde Wien)

Shridevi
Mongolia
18.-19. Jh.
Weltmuseum Wien
© KHM mit MVK und ÖTM